Gemeinsamkeiten

Auf jeden Fall gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen den Neufünfländern und den USis. Das disziplinierte Anstehen. Für mich ist das ja nichts. Ich gebe dem Supermarktwagen schon einen Schups und verlasse das Ladenlokal, wenn ich nicht eine anstehen1Kasse finde an der maximal drei in der Wartegemeinschaft stehen. Wer mein Geld haben will, der muss eben etwas dafür tun, entweder mehr Kassen öffnen, oder mehr Personal einstellen, vielleicht sogar Beides. Ich bin nicht bereit, meine kostbare Zeit in einer Schlange zu verplempern. Die Hiesigen unterscheiden sich in der Schlangenbewegung kaum von den Dresdnern und harren geduldig aus. Egal ob es sich um den Lunch oder das Begehr des Schlittschuhlaufens anstehen2handelt.

Als ich vor ein paar Tagen an der Pantry vorbeigekommen bin, fielen mir sofort die Bilder von der Eröffnung der Yenidze in Dresden ein. An einem Sonntag Nachmittag im Dezember so gegen 13  Uhr. Die Einheimischen standen Hand in Hand ordentlich nebeneinander und warteten geduldig auf den Einlass, das bei Minusgraden so um die 10. Ich konnte einfach kein Verständnis dafür aufbringen, zumal es auch keinerlei Versorgungsengpässe mehr bei den gelben, gebogenen Südfrüchten gab.

Deshalb, und sollte das Essen dort auch noch so gut sein, werde ich nie Gast in der Pantry werden.

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6 Responses to “Gemeinsamkeiten”


  1. 1 donna gloria Januar 2, 2009 um 10:21

    absolut. alles verschwendung wertvoller lebenszeit.

    ich habe manschmal den verdacht, schlangestehen ist was für leute mit sozialen defiziten, oder welche, die haptische bedürfnisse haben.

  2. 2 Ecki Januar 2, 2009 um 21:25

    Wenn ich irgendwo anstehen muss im Laden, gehe ich auch nach vorne und frgae nach der Öffnung einer weiteren Kasse. Da so zu stehen ist echt blöde!

  3. 3 aristokitten Januar 2, 2009 um 21:28

    Zivilisationskrankheit. Also dieses Nölen darüber, dass man mal drei Minuten auf was warten muss. ;-P

  4. 4 Aquii Januar 2, 2009 um 22:11

    @ Donna Gloria
    Dann hattet ihr viele soziale Defizite und das im Sozialismus, oder waren das nur Bedürfnisse?

    @Ecki
    nee, dafür werde ich nicht bezahlt, die Jungs auf ihre Versäumnisse aufmerksam zu machen. Und bei meinem Pech sagt der dann, nee, ich habe keine Kassiererin mehr und die Schlange ist schon wieder angewachsen….

    @aristokitten
    mal ganz im Ernst, 3 Min ist das höchste der Gefühle, mehr geht aber wirklich nicht.

  5. 5 Ecki Januar 3, 2009 um 21:16

    @Aquii
    manchmal bekommen die das doch gar nicht mit. Deswegen gehe ich auch schon mal bescheit sagen :(

  6. 6 Rebecca Januar 4, 2009 um 16:15

    also ich finde das Anstehen in D viel schlimmer
    als in den USA. Die deutschen Verkaeufer scheinen manchmal Angst vor
    den Kunden zu haben. „Hilfe, da kommt ein Kunde, schnell weg hier …

    Auf den Kaffee komme ich zurueck. Der naechste Aufenthalt in LAX
    kommt mit Sicherheit irgendwann dieses Jahr!

    Gruzz,
    Rebecca


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