Mobile Home

Hier wird fleißig klassifiziert, das gilt auch bei Obdachlosen. mobile-homeAuch da gibt es noch unterschiedliche Ansehensstufen. Diejenigen, die ein Fahrrad mit Anhänger besitzen sind noch gut dran. Weniger gut, die mit einem Fahrrad ohne Anhänger, aber immerhin beide sind recht mobil und können bei Bedarf die Stadtviertel wechseln. Im Sommer an den Strand, Santa Monica hat da eine sehr hohe Obdachlosenquote, im Winter zurück in die wärmeren Quartiere im Stadtinneren. Dann kommen die mit den Schiebewagen, das reicht von überdimensionalen Einkaufswagen, vorzugsweise vom Discounter oder Baumarkt. Der Vorteil bei dieser Art: Es können viele Flaschen gesammelt werden. Dann kommen die Ärmsten unter den Armen, nur noch eine Tasche mit ubergehaengtem Schlafsack nennen sie ihr Eigen, manchmal auch nur noch der Schlafsack. Mieter haben hier ebenfalls wenig Schutz, dann wird wie auf dem Foto zu sehen das Heim kurz unter eine Brücke verlegt. Nach einigen Wochen ist entweder der letzte Hausstand weg, oder es hat sich ein neues Heim gefunden. Anfangs, ich ärgere mich noch heute, das ich keine Cam dabei hatte, stand da noch ein Fernseher und der Pizzaservice lieferte gerade.

Wer gerne mal Flaschen sammeln möchte ist hier richtig.

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3 Responses to “Mobile Home”


  1. 1 Ecki November 19, 2008 um 20:09

    Also Obdachlos zu sein ist wirklich nicht einfach. Ich habe selbst mit einem mal gesprochen der wieder einen festen Wohnsitz hat. Das schlimme ist ja, das es jeden treffen kann. Und das Spiel pennergame ist und bleibt ein Spiel. :)

  2. 2 oasenhoheit November 20, 2008 um 21:34

    ich muss sagen:
    den einwegdosenpfand find ich teilweise verdammt lästig. aber ein enormer vorteil ist tatsächlich, dass diese den obdachlosen immerhin die möglichkeit bieten, sich ein kleines zubrot zu verdienen, und gleichzeitig immerhin weniger müll in form von einweggetränkeverpackungen rumfliegen.

    hab das mal besonders gut beobachten können, als ich mit freunden in frankfurt ne geschlagene stunde vor nem club anstehen musste. währenddessen haben die leute in der endlos langen schlange ihr mitgebrachtes zeug getrunken und das leergut auf den grünstreifen nebendran geworfen.
    lang bliebs aber nicht liegen, weil ein älterer mann mit handwägelchen den ganzen abend auf und ab ging und die flaschen einsammelte. da kamen bestimmt euors im zweistelligen bereich bei rum!

  3. 3 Aquii November 20, 2008 um 22:45

    Also erst mal Hut ab, vor Leuten, die den Mut aufbringen, den „Wohlstandsmüll“ zu entsorgen. Möchte nicht wissen, was die im Laufe einer langen Sammelwoche so an dummen Sprüchen einstecken müssen. Was ich diesen Leuten hoch anrechne, ist, dass sie sich bewegen um etwas gegen ihre Situation zu unternehmen. Andererseits finde ich es beschämend für ein Land wie Deutschland, dass es solche Szenen gibt und das mit steigender Tendenz. Glaubt man den wirtschaftlichen Prognosen, dann mit rasch steigender Tendenz.
    Hier in den USA ist es gang und gebe, das jeder, seine Flaschen nicht selbst abgibt. Ich wüsste, ehrlich gesagt auch nicht wo. In der Wohnanlage werden sie von vernünftigen Leuten gesammelt und dann an dem Platz gelegt. 3x die Woche kommt dann ein Rentner, der durchforstet noch die Mülltonnen nach Flachen und entsorgt diese dann.
    Wahrscheinlich wird das dann in Deutschland in ein paar Jahren ebenso der Fall sein.

    @Ecki: es ist ein Spiel. ;)


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