Anstehen

Manchmal scheint es mir hier, als waere ich neu Funefland. Also immer wenn es irgendwo etwas umsonst gibt, dann wird in einer Geschwindigkeit dahingelaufen, sich minuten- oder stundenlang angestellt. Die Neubundesbuerger stellen sich eh schon mal profilaktisch an, wenn sich eine Schlange bildet, wahrscheinlich um das gute, alte Gefuehl zu erhalten.

Das es die USsi tun, war mir neu. Schon gar nicht wegen eine kleinen Portion Softeis, das vor kuenstlichen Aromen nur so tropft. Immerhin war der Verteiler nicht draussen, in den netten Herbsttemperaturen von knappen 30 Grad, sondern im Macy’s Plazza, klimagekuehlt. Was allerdings so besonderes sein soll, an einem kostenlos verteiltem Miniportioenchen Softeis mit Vanillegeschmack ist mir nicht wirklich klar. Diesen Laden gibts in Downtown gefuehlte 30x, also ist an jeder Ecke zu finden, an der Food in allen Variationen verkauft wird und das ist in jeder Strasse. Zumal das verteilte Produkt nicht sonderlich gut sein muss, denn in den Laeden der Kette war kaum jemand anzutreffen.

Meine Natierliche Abneigung gegen Anstehschlangen ist so gros, dass mir das nur mit einem Laecheln ansehe und sofort das weite gesucht habe. Soweit meine Erinnerung zureuckreicht habe ich das letzte Mal um Autogramme von Fusballspielern angestanden. Klaus Fischer, Norbert Nigbur und Rolf Ruessman und das hat Stunden gedauert, bis ich an der Reihe war. Sowas praegt fuers Leben.

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4 Responses to “Anstehen”


  1. 1 Kerstin S. aus B. auf R. an der O. September 23, 2008 um 03:26

    ja, in USA kann sich der trainierte DDR-Bürger beinahe heimisch fühlen. Das habe ich schon unzählige Male und auch sehr zeitig drüben rätselhafterweise erlebt

    Vielleicht denken sich die USsis: von den Ossis lernen, heißt siegen lernen :-D
    Immerhin wurden die Nazis ja auch ausm Osten geschlagen

  2. 2 Aquii September 23, 2008 um 04:01

    Nur geht es hier viel gesitteter zu. Draengeln ist wirklich das Schlimmste was man machen kann. Das ist ja in Neufuenfland etwas anders, da gilt auch mal das Recht des Staerkeren, oder Frecheren, wie mans nimmt.

  3. 3 Kerstin S. aus B. auf R. an der O. September 23, 2008 um 18:35

    früher.
    heute doch nicht mehr.
    sind doch alle träge geworden, die nahkämpfer ;-)
    hier jibts ja och nüscht mehr zum anstehen.

  4. 4 Aquii September 23, 2008 um 21:21

    Ich hann mich noch gut an meinen ersten Dresdenbesuch erinnern, Schlange vor einem Geschaeft = Schugehschaeft, die waren nich an der Reklame zu erkennen, sondern an der Schlange vor der Tuer. Oder an die Ereoffnung der Yeniedze irgentwann im November Mitte der 90er, da standen sie in Dreierreihe und das ueber 200 Meter bei Minusgraden draussen vor der Tuer. Vielleicht sind Sachsen da noch schlangengeraegter….


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