Archiv für Juli 2008



Unberechenbar

Heute, am Samstag, die Sonne schien schon gleich am Morgen, das ist ja meinstens nicht so, es dauert normalerweise erst bis 10 Uhr, bis sich die ersten Strahlen durch den LA Smog kaempfen, haben wir, also Doug und ich beschlossen einen Trip zum Venice Beach zu unternehmen. Auf der Busfahrt dahin, wurde ploetzlich klar, das wir von der Busline 3 noch ein ganze Stueck zu Fuss haetten zuruecklegen muessen. An diese Faulheit der Americanize kann ich mich gewoehnen. Wir beschlossen, einfach weiter bis zur Endhaltestelle zu Fahren und unserern Ausflug einfach nach Santa Monica zu verlegen. Ich moechte mal erleben, das ein Gringo einige Meter zu Fuss geht.

Der erste Schock liess nicht lange auf sich warten, Santa Monica hat nicht nur einen Nichtraucher Strand, nein, selbst auf der Strasse in der Innenstadt ist das Rauchen verboten. Eindeutig keine Gegend fuer mich. Ich machte Doug den Vorschlag zu Fruehstuecken und dann das Weite zu suchen. Bei der Wahl des Lokas, ueber die ich immer noch froh bin, endeckte ich, dass es dort Brot gab. Eigentlich nichts besonderes, aber es war nicht das typisch amerikanische, weich und papig, es war das europaeische Brot, Verschiedene Sorten, Widerstand beim Reinbeissen, eine vernuenftige Kruste und der Geschmack voellig ueberzeugend. Mit anderen Worten: Genial!. Ich orderte gleich den grossen Brotkorb, Doug ebenso und einmal mit Ham und Cheese dabei. Da ich Doug zum Fruehstueck eingeladen habe, wurde es ein Festmal. Ueber eine Stunde sass ich dort, bis ich wirklich nichts mehr in mich reinstopfen konnte. Frisches Brot in guter Qualitaet, reichlich Butter und Marmelade, dazu noch etwas Kaese und Schinken. Die Rechnung hielt sich auch in Grenzen: $34 fuer zwei Personen. Das Rauchverbot war mir an diesem Tag egal. Der Laden hies uebrigens Le Pain Quotidien, ich kann es nicht aussprechen, aber das ist auch wieder egal, nur das Brot zaehlt.

Los Angeles, Santa Monica
316 Santa Monica Boulevard
CA 90401-2206
Los Angeles, Manhattan Beach
451 Manhattan Beach Boulevard
CA 90266

erhoere die Rufe

Dem ist eigentlich nichts weiter hinzuzufuegen. Werde jetzt nach getaner Arbeit (4:00 pm) ein wenig relaxen und die Ruhezone am Pool bei strahlendem Sonnenschein fuer die naechsten 2 Stunden geniessen. Ein Blick auf meinen neuen Laptop, was wieder eine andere Geschichte ist, versuessen mir die kommenden zwei Stunden zusaetzlich. Was bin ich heute froh, hier zu sein. Einen schoenen sonnigen Morgen wuensche ich euch.

Von netten Bars

Ein Mal musste ja der Tag komme, an dem meine große Leidenschaft wieder durchbricht, nette Bars zu besuchen. Auf dem Programm standen gleich zwei, weil wir shoppen waren und unser Flüssigkeitshaushalt nach Ausgleich schrie. Der erste Stop war im Mucho, Manhatten Beach, direkt aquf der Manhatten Avenue, in Los Angeles. Klasse! Die Getränke wie überall gut gekühlt und reichlich mit Eis versehen. Die Bartenderin Krystal überdurchschnittlich freundlich, was wirklich erwaehnenswert ist, dazu sehr kompetent und schnell. Die Bar ein Hingucker, ewas kühles Design, fast schon ein bischen Loungecharackter. Tagsüber und am frühen Abend fungiert das Mucho als Restaurant oder Bistro, abend dann als klassische Bar. Bei meinem naechsten Besuch in Manhatten Beach werde ich wieder vor dem Tresen sitzen und ein wenig vertraeumt in die vielen Tequillaflaschen schauen. Ueberhaupt gefaellt mir das beschauliche Manhatten Beach immer besser. Den free Refil erwaehne ich jetzt nur am Rande.

Die zweite Station machten wir nach anstrengendem Laptopkauf im Salt Creek, einer Bar die aufgeteilt ist in links Restaurant und geradeaus Bar. Das Ambiente noch viel kuehler als im Mucho, deutlich groesser, mit Wintergarten und Fireplace vor der Tuer. So kuehl wie die Bar wirkt, so war auch das Personal, deutlich gestylter und reservierter geht es hier zu. Wenn ich an diesem Tag ein Favoriten bestimmen soll, dann eindeutig das Mucho. Nur der Cocktail sah besser aus.

Downtown

An diesem Mega-Wochenende in den USA habe ich mir heute einmal Downtown angesehen. Das ist da, wo bei klarer Sicht in LA die hohen Häuser stehen. Allerdings hat diese Stadt niemals klare Sicht, so dass wir hier in Inglewood Downtown nicht erblicken können, abwohl wir relativ dicht (40 Min. mit dem Bus, ca. 15 miles) dran sind. Der Smog in dieser Stadt ist so starkt, dass wir Downtown erst ca. 3 km Entfernung ausmachen können. Wie aus dem Nichts tauchen Hochhäuser plötzlich im Nebel auf.

Aus dem Bus geklettert und im Meer der Häuserschluchten eingetaucht, so möchte man meinen. Aber weit gefehlt. Sicher, LA hat einige der großen Buildings, doch kann bei weitem nicht mit anderen Städten wie Chikago oder NYC mithalten.

Auch ist Downtown fest in spanischer mexikanischer Hand. Fast alle kleinen Geschäfte werden von Latinos betrieben, so dass nur einige Ausnahmen, das sind dann Luxusboutiquen und teure Restaurants, übrigbleiben. Mit Spanisch kommt man hier weiter als mit fließendem Englisch. Interessant war es trotzdem, aber das große Shopping findet eindeutig woanders statt.

Doug Dozier Computer Lessons

Doug, hier im Hostel so eine Art Institution, wohnt hier auf Dauer, kommt aus Whichita und verkörpert für mich den amerikanischen Urtype. Also trinkt an seinen freien Tagen schon Morgens Bud light, das den ganzen Tag lang, raucht, hält sich an die Gesetze, zumindest was das Bier trinken auf der offener Straße anbetrifft, hat mit Computern nicht viel am Hut, freut sich auf jede Sportveranstaltung im Fernsehen, schaut sich dabei auch gerne das Soccerfinal an, versteht aber die Abseitsregel nicht, Raucher, spricht jeden an, arbeitet irgendwo auf dem Bau und trägt seine Harley Cap grundsätzlich verkehrt herum. Doug und ich haben in den letzten Tagen so eine auf gegenseitige Ergänzungen abgestimmte Freundschaft angefangen. Ich darf also sein Apartment für meine kühlungsbedürftigen Fressalien Lebensmittel und seinen Fernseher bei Fußballübertragungen nutzen, dafür nehme ich ihn am Wochenende mit auf meine Touren. Zusätzlich habe ich ein paar Runden auf dem Parkplatz mit seiner Harley von 1965 drehen dürfen. Das Ding hate noch einen Schaltknüppel auf der linken Seite.  Da Doug mich nun jeden Abend am Laptop sieht, kam ihm der Gedanke, sich doch auch einen zu kaufen und er fragte mich, ob ich ihm dabei helfen könnte, den er wisse nicht, was er sich da kaufen soll und warum überhaupt und seine Mutter whätte ja auch einen PC und würde so mit ihm komunizieren können. Klar kann ich das, gerne sogar. Da Amerikaner grundsätzlich höflich sind, bot ich Ihm auch gleich noch an, die Installation des gekauften Zubehörs zu übernehmen und ihm gleich dazu noch eine Email einzurichten. In einem Anfall von Wahnsinn habe ich dann noch geäußert, ihm jeden Abend eine Stunde Unterricht in Sachen PC zu geben. Ganz nebenbei, die Laptops sind hier sehr günstig. Einen Compaq mit ordentlichen 2,1 GHz Ahtlon Zweiekern für $499 + Tax. Ein fairer Preis. Amerikaner fackeln ja nicht lange, zücken die Kreditkarte, beantragen dann gleich noch die Shopkarte dazu und kaufen das einfach. Ausgepackt wird dann schon an der nächsten Bushaltestelle, aber nur deshalb, weil ich es für ungebührlich hielt, dies in einer Bar am Tresen zu tun.

Mir hätte es einfallen müssen, das mangelnde Verständnis bei der Abseitsregelung, ich hätte einfach daran denken müssen. Die erste zusätzliche Anschaffung für Doug, war eine optische Mouse, weil seine Finger einfach nicht mit dem Touchpad zurecht kommen wollten, kann aber auch umgekehrt sein. Selbst die Windowsmail Benutzung scheint für Doug zu kompliziert. Ein hoch auf die automatische Speicherung von Zugangsnahmen und Passwörtern in Verbindung mit Lesezeichen nd unverwechselbaren Icons im Internetexplorer. Heute Abend steht die Einführung in Skype an und ich habe ein mulmiges Gefühl……

Trendsetter

Da schaue ich mir an meinem ersten Beach-Pool-Superwochenende in die Ausgabe der Sportbild und entdecke in der Galerie „Die neue Luxus-Welt der Bayern“ auf dem Bild der Coaches-Office eine auf den ersten Blick, zwei ganz profane Laptoptaschen in weis. Gut, ansich ist an Laptoptaschen nun wirklich nichts besoderes, aber beim genauen hinsehen stelle ich fest, das diese von Quer-Bags sind. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich verzweifelt nach einer stabilen Laptoptasche gesucht, die 1. nicht schwarz ist, 2. nicht unbedingt aus dem üblichen Plastikmaterial und 3. wo neben dem Laptop auch noch ein paar Dinde des täglichen Einkaufs wie eine Flasche Coke und ein fertig gemixter Salat und das passende Brot dazu, hereinpassen. In sämtlichen, mir bekannten Geschäften in Hamburg gab so etwas nicht. Eine Ausnahme, der Schreibwarenladen Otto F. K. Koch auf der Eppendorfer Landstraße. Leider hatten sie nicht meine Farben, aber das Material und die Verarbeitungen stimmten schon mal, kurz um das haptische Gefühl stimmte. Die freundliche Verkäuferin riet mir, mich doch mal auf der Homepage von Quer umzusehen, dort gibt es viel mehr Farben und noch andere Größen. Das Ergebnis nach einigen Minuten: Ich bestellte mir mein Quer-Bag online. Im Gegensatz zu den weisen Bayernbags habe ich die Farbe meines Vereins gewählt und eine ordentliche Größe (hier passen bequem zwei 15,4″ Loptops samt Zubehör rein) geordert. Seit dem Liebe ich dieses Täschchen. Die Verarbeitung ist außergewöhnlich gut. Alle verschleiß- und beanspruchungsintensiven Teile sind aus braunem Leder, die Tragegriffe und Taschenboden), der rest der Tasche ist aus wirklich strapaziefähigem Baumvollcanvas, natürlich gewaxt, gefertigt. Innen verfügt mein Bag über zahlreiche Fächer und Halter für CDs, Stifte etc. Auf der Reise nach LA waren wie erwähnt 2 Laptops und Zubehöhr, gefühlte 10 kg bei der Abreise, bei der Ankunft waren dann gefühlte 20 kg drin, also sehr stabil das Ganze. Der schöne Nebeneffekt, nicht jeder rennt damit rum, z. B. wie mit Freitag Taschen in Hamburg, hier in LA schon gar nicht. Allerdings macht mir jetzt die Ähnlichkeit mit den Bayern zu schaffen.

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